Eisbein mit Sauerkraut

Eisbein mit Sauerkraut

Ähhh- bitte was ?? Ich hab “Eisbein mit Sauerkraut” gelesen !? Was macht sie denn bitte jetzt ? Tjahaaaaa- eine sehr gute (und berechtigte) Frage wenn man sich die bisherigen Rezepte hier anschaut. Alsooo: es begab sich letzte Woche abends so, dass der Herr Gatte sich beschwerte, bei den Rezepten hier könnte man meinen, ich esse nur so “Öko Sachen” und ich würde ja völlig die “richtigen” Gerichte unterschlagen, die ich auch esse. “Hm”, dachte ich “irgendwie hat er ja Recht”. Jetzt ist es nur so, dass für die “richtigen” Sachen der Herr im Hause zuständig ist und sie dementsprechend immer kocht. Ich habe weder Plan von Gulasch noch von Kohlrouladen und Ulli kocht das alles ohne Rezept.

“Aber”, dachte ich, “kann ja nicht so schwer sein, dabei zu sein und sich das alles zu notieren”. Und in spontaner geistiger Umnachtung hab ich ihm vorgeschlagen “Dann sag doch mal, was Du gerne kochen möchtest und wir stellen das dann auf den Blog !” Da strahlten die Augen und entzückt wurde ausgerufen “Sauerkraut !” “Und ein Eisbein dazu !!” Ähhhhh- ich war erst mal sprachlos, schaute ihn mit tellergroßen Augen an, ob er es wohl wirklich ernst meinte. Tat er. Also am nächsten Tag ab in den Supermarkt, alles eingekauft, was der Koch benötigt und abends stellte ich mich mit gezücktem Stift neben ihn und wollte aufschreiben. War aber nicht so einfach. “Wacholderbeeren” rief er und schubste die kleinen dunklen Kugeln schon in den Topf, worin er bereits diverse andere Zutaten versenkt hatte und ich noch so gerade eben mitschreiben konnte. “Äh- wie viele ?” “Ja son paar halt”. Ah ja. Etwas später- eigentlich sollte das Ganze nun laut Ulli erst mal vor sich hin “simmern”, kommt er auf den Balkon “ich hab da jetzt noch Wasser mit reingetan” und weg war er wieder. Ich hinterher. “Wie viel ?” “Ja son Glas halt”. Ich mir das leere Glas geschnappt und abgemessen. “Ach- und Essig !” tönt es aus den Tiefen der Wohnung. “WIE VIIIEL ??” “Ja halt so nach Geschmack” BOAHHHHH !!!!

Ihr seht, es war alles andere als einfach. Hier nun das “Rezept”. Bei Fragen wendet Euch bitte vertrauensvoll an meinen Mann- der kann Euch grammgenau weiterhelfen 😉

Zutaten für Eisbein mit Sauerkraut, um die halbe Nachbarschaft zu füttern (das klappt bei ihm übrigens nie- nur für zwei Personen zu kochen):

  • ein gepökeltes Eisbein (ca. ein kg)
  • 1300 Gramm Weinsauerkraut
  • 2 große Zwiebeln gewürfelt
  • 160 Gramm durchwachsener Speck gewürfelt
  • Olivenöl
  • ca. 1 EL Wacholderbeeren
  • 5 Lorbeerblätter
  • Essig
  • Ahornsirup
  • Wasser

Zubereitung:

Öl in einem groooßen Topf erhitzen, Zwiebeln und Speck anschwitzen.

 

Sauerkraut, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter hinzu geben und Eisbein ebenfalls.

Das Ganze dann mit geschlossenem Deckel ca. 1,5 Stunden schmurgeln lassen- das Sauerkraut soll weich werden. Wenn es zwischendurch zu trocken wird, Wasser hinzugeben. Später dann mit Essig und etwas Ahornsirup abschmecken. Wie viel jeweils davon, kann ich leider nicht sagen (s.o.)

Das Eisbein wurde bei uns dann noch mit Hilfe des Grills knusprig gemacht.

Dazu passt hervorragend Kartoffelpüree. Wir haben das weg gelassen- wollten uns Kohlenhydrate sparen (und haben lieber die volle Fettdröhnung genommen ;-))

Was man übrigens nicht tun sollte, ist ein Eisbein auf dem Grill aus den Augen zu lassen (auch nicht, wenn der Neffe ein neues Auto hat und man nur gaaaanz kurz mal eben einen Blick drauf werfen möchte. Ich: “komm schon, Ulli- nur zwei Minuten !!”)

Falls Ihr nun also Lust auf Gulasch, Rouladen oder was weiss ich bekommen habt- immer raus damit ! Ich gebe das gern weiter *flöt* Ansonsten finde ich, dass bei den heutigen schwülen Temperaturen Sauerkraut mit Eisbein perfekt passt, oder ? (Mir läuft bereits beim Schreiben der Schweiss in Strömen). Habt einen entspannten und hoffentlich kühlen Sonntag, Ihr Lieben !

 

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