Hefeschnecken mit Johannisbeeren- und Vanillepuddingfüllung

Seit die liebe Danja auf ihrem phantastischem Blog dieses Rezept veröffentlicht hat, liebe ich es: Hefeteig (sowieso der genialste Teig der Welt, meiner Meinung nach), cremig-süßer Vanillepudding und herbe rote Johannisbeeren als Gegenpol dazu. Lecker !!!! Die Beeren haben übrigens einen höheren Vitamin C Gehalt als Zitronen und liefern wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalium oder Magnesium. Den Namen verdanken sie ihrer Reifezeit, die ca. am Johannistag beginnt und das ist der 24.Juni. Bis Ende August können sie geerntet werden. Wenn Ihr sie nicht sofort verbraucht, können sie 2-3 Tage im Kühlschrank lagern- aber dafür die Beeren nicht von den Rispen entfernen.

Jetzt also ist wieder Johannisbeerzeit und ich wollte auch wieder die Schnecken backen. Allerdings möglichst clean- also ohne Industriezucker, ohne Puddingpulver aus der Tüte, ohne Kuhmilch und mit Dinkel- anstatt Weizenmehl. Gesagt getan. Dies ist das Originalrezept von Danja und hier nun meins:

Zutaten für ca. 10 Schnecken:

Für den Teig:

  • 500 Gramm Dinkelmehl Typ 630
  • 100 Gramm Butter
  • 2 Eier
  • ca. 5 EL Kokosblütenzucker (oder mehr falls Ihr es süßer mögt)
  • 1 Tüte Hefe
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Mandelmilch

Für den Vanillepudding:

  • 300 ml Mandelmilch
  • 1 Vanilleschote und Vanille aus der Mühle
  • 2 Eigelb (die Eiweisse haben wir am nächsten Morgen mit zwei weiteren Eiern zu Rührei verarbeitet- mit schön viel Schnittlauch drauf *hmmm*)
  • 3 EL Speisestärke
  • ca. 3 EL Ahornsirup (oder auch hier mehr- so süß, wie Ihr es eben haben möchtet)

Zudem noch:

  • 300 Gramm Johannisbeeren
  • Saft einer Limette und ca. 40 Gramm SUCOLIN aus dem Reformhaus® oder Puderzucker (brauchen wir später, um die Schnecken zu bestreichen).

Zubereitung:

Löst die Johannisbeeren mit einer Gabel von den Rispen. Siebt das Mehl in eine große Schüssel und gebt die Hefe hinzu. Die Butter zerlassen. In der Zeit die zwei Eier, den Kokosblütenzucker und die Prise Salz zum Mehl/Hefegemisch geben, die zerlassene Butter hinzufügen und die Milch kurz erwärmen und ebenfalls dazu geben. Mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Teig verkneten, der nicht mehr kleben sollte. An einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit machen wir den Vanillepudding:

von der Milch 6 EL abnehmen und mit den Eigelben, der Stärke und dem Ahornsirup so lange verrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote zusammen in der restlichen Milch aufkochen. Mit Vanille aus der Mühle weiter “nachhelfen”, bis die Milch schön nach Vanille duftet. Topf von der Hitze nehmen, Vanilleschote heraus fischen, die Eigelb/Stärke Masse hineingeben und auf kleiner Flamme unter Rühren eindicken lassen. Probiert noch mal, ob die Masse Euch süß genug ist. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen (die Masse wird dann noch fester. Das muss aber so, damit sie sich später gut auf dem Hefeteig verteilen lässt).

Der Hefeteig müsste nun größer geworden sein; noch einmal mit dem Knethaken bearbeiten (dabei fällt er wieder zusammen) und falls er jetzt klebt, noch etwas Mehl hinzu geben. Ansonsten zu einem Rechteck ausrollen (die Unterlage muss nicht bemehlt werden- das geht ohne). Dann die Puddingmasse darauf verteilen. Dazu eignet sich besonders gut ein “Schlesinger”- manche sagen auch ganz profan “Teigabstecher” dazu- aber ich finde “Schlesinger” hört sich edler an (ich liebe meinen heiss und innig !).

Auf der Puddingmasse die Johannisbeeren verteilen und den Teig dann von der Längsseite her aufrollen. Mit einem scharfen Messer ca. 10 Stücke abschneiden und mit der Schnittkante nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Schnecken sollten nicht zu dicht aneinder liegen- sie “wachsen” noch ! Mit Alufolie abdecken und noch einmal ca. 15 Minuten gehen lassen.

In der Zeit nehmt Ihr das SUCOLIN – falls Ihr keinen Puderzucker verwendet – und macht im Mixer daraus Puderzucker mit Hilfe der “Pulsefunktion”. Bitte den Mixerdeckel  erst einmal NICHT abheben- Ihr staubt Euch sonst die ganze Küche zu !

Den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen und dann die Schnecken darin ca. 15 Minuten backen. Danach kurz abkühlen lassen. Den SUCOLIN”staub” oder den Puderzucker mit dem Limettensaft verrühren und auf die warmen Schnecken pinseln. Lasst es Euch schmecken !

Ein paar Worte zum SUCOLIN: wasn das (?) wird sich nun manch einer fragen.

SUCOLIN besteht aus Erythritol- einem natürlichen Zuckeralkohol, der nicht alkoholisierend wirkt und welcher durch die vollständige Fermentation von Traubenzucker (also Glucose) gewonnen wird. Es hat keinerlei Kalorien und keine anrechenbaren Kohlenhydrate- beeinflusst also weder Blutzucker- noch Insulinspiegel. Was die Süßkraft angeht, hat es zum Haushaltszucker 75% (Quelle: Reformkontor). Was man wissen muss: beim Verzehr kann man einen leichten Kühleffekt verspüren. Ich habe von daher erst einmal das SUCOLIN “nur” für den Guss genommen, weil ich diesen Kühleffekt dann in Verbindung mit dem Limettensaft sogar gut gefunden hätte. Man merkt aber nichts, wenn man die Schnecken isst. Ich werde demnächst beim Backen also auf jeden Fall auch mal den Kokosblütenzucker durch SUCOLIN im Teig ersetzen und schauen, wie es sich dann  verhält und wie es schmeckt. Das SUCOLIN wurde mir freundlicherweise von ReformKontor GmbH & Co.KG kostenlos zur Verfügung gestellt.Wer mehr über Sucolin erfahren möchte, findet hier weitere Infos. 

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