Käsekuchen mit Zwetschgen (zuckerfrei)

Die Zwetschgen Zeit ist toll, oder ? Meine Oma hat immer gewartet, bis die Sorten aus dem Schwarzwald im Supermarkt auftauchten- bevorzugt die aus Oberkirch- denn da kam mein Opa gebürtig her und Oma meinte, nur diese wären die “richtigen” Zwetschgen. Da konnte das Volk auch reden, wie es wollte – Oma blieb hartnäckig. Bei mir hat sich das so sehr eingeprägt, dass ich nun immer ganz entzückt bin, wenn ich Zwetschgen aus Oberkirch irgendwo im Kohlenpott entdecke.

Letzten Sommer waren wir für einen kurzen Zwischenstop in Oberkirch und die Obstplantagen waren voll mit reifen Früchten- u.a. eben Zwetschgen. Die mussten natürlich probiert werden- sind aber auch wirklich lecker (und so frisch vom Baum erst Recht 😉 )

Käsekuchen zuckerfrei

Für dieses Rezept habe ich also Zwetschgen (nicht aus Oberkirch- Oma verzeihe mir) in einen Käsekuchen gepackt. Übrigens muss Käsekuchen bei mir immer einen Boden haben – ohne erinnert mich zu sehr an Diät Zeiten, wo man ja möglichst wenig Kalorien irgendwie in einen Kuchen basteln sollte/wollte.Will ich das noch ? NÖ !

Hier also die Zutaten für eine 24er Springform:

Für den Teig:

  • 300 Gramm Dinkelmehl Typ 630
  • 50 Gramm Kokosblütenzucker
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 150 Gramm Butter

Kompott:

  • 600 Gramm Zwetschgen (in zwei Häften schneiden und entsteinen)
  • ca. 1 EL Stärkepulver
  • 3 EL kaltes Wasser

Für die Creme:

  • 2 Eier
  • 30 Gramm Kokosblütenzucker
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 500 Gramm Quark (ich hatte 250 Gramm mit 20 % und 250 Gramm mit 30% Fett)
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Die Butter in einen Topf geben und schmelzen. Etwas abkühlen lassen.

Die entsteinten Zwetschgen in einem Topf aufkochen und dann nur noch köcheln lassen. So lange, bis ein Kompott entsteht. Wenn zu wenig Flüssigkeit austritt, einfach etwas Wasser hinzugeben. Meine Zwetschgen waren sehr süß- ich brauchte keinerlei extra Süßungsmittel. Wenn es Euch nicht süß genug ist, helft mit Ahorn-, Kokosblütensirup oder eben dem Süßungsmittel Euer Wahl nach. Die Stärke in einer separaten kleinen Schüssel mit dem kalten Wasser anrühren und erst dann zum Kompott geben. Noch einmal kurz aufkochen lassen, so dass die Masse eindickt. Sollte Eure Masse zu dünnflüssig sein, rührt noch etwas Stärke mit kaltem Wasser an und gebt es dazu. Bitte aber nie die Stärke direkt in die heisse Masse geben- das klumpt !!! Das fertige eingedickte Kompott auskühlen lassen.

Nun in einer großen Schüssel die trockenen Zutaten mischen (also Mehl, Kokosblütenzucker und Backpulver) und dann das Ei dazu geben. Den Knethaken einsetzen und auf kleiner Stufe langsam die flüssige Butter unterrühren, bis Streusel entstehen.

Die Form leicht fetten und 3/4 der Streusel in der Form verteilen und gut fest drücken-  einen kleinen Rand formen.

Was fehlt noch ? Ach ja – die Creme. Dafür die Eier mit dem Kokosblütenzucker schaumig rühren. Was natürlich beim Kokosblütenzucker zu wissen ist: durch seine braune Farbe wird die Creme nicht strahlend weiss sondern etwas “schmutzig”. Wenn Ihr das vermeiden wollt, nehmt Bircolin, Sucolin oder alles, was an Süßungsmittel “weiss” ist. Mich stört diese leichte “Verfärbung” nicht- also bleib ich beim Kokosblütenzucker.

Habt Ihr das Süßungsmittel Eurer Wahl mit den Eiern schaumig gerührt, kommen noch Puddingpulver, Zitronensaft und Quark dazu. Alles gut vermischen. Noch mal abschmecken, ob süß und zitronig genug.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das abgekühlte Kompott auf dem festgedrückten Teig verteilen, die Käsemasse vorsichtig darauf verstreichen und die restlichen Streusel darüber bröseln.

Den Kuchen im Ofen ca. 45 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Warm mit etwas geschlagener Sahne ein Gedicht !

 

Lasst es Euch schmecken,

alles Liebe,

Stephie

 

 

 

 

 

 

 

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