Wie Du es schaffst, auf Zucker zu verzichten und ein paar Worte zu unserer Komfortzone

Wie du es schaffst auf zucker zu verzichten

Du liebäugelst damit, Deinen Zuckerkonsum zu reduzieren oder hast bereits den festen Entschluss gefasst ?

Dann als erstes Glückwunsch zu der Entscheidung ! Leider ist es nicht immer einfach, eine Entscheidung dann auch umzusetzen, weil wir uns selber gern einen Strich durch die Rechnung machen und uns selber boykottieren. Wenn man aber versteht, warum das so ist und dass das sogar einfach nur eine Überlebensfunktion ist, dann fällt es einem auch leichter. Darüber heute mal ein paar Gedanken von mir…

Vielleicht hast Du Dich schon informiert, was Zucker in Deinem Körper so anrichtet und möchtest diesen Kreislauf unterbrechen oder Du bist mit Deiner jetzigen Ernährung unzufrieden und hast das Gefühl, irgendwas läuft nicht rund und dass es da doch noch etwas anderes geben muss.

Bei mir kamen der nervige Hefekleiepilz auf der Haut und meine ständigen Heisshungerattacken zusammen – wobei ich gar nicht mehr sagen kann, was mich mehr nervte. Insgesamt fühlte ich mich sehr unwohl; die Gedanken kreisten ständig ums Essen. Dass ich mich ohne Zucker viel agiler und besser fühlen würde, das konnte ich da ja noch nicht wissen. Mir war nur klar, so, wie es war, war es nicht gut und es musste etwas passieren.

Dann las ich ja das Buch “Goodbye Zucker” von Sarah Wilson und das klang alles so plausibel, dass ich mich direkt in den Versuch stürzte, von jetzt auf gleich dem Zucker Lebewohl zu sagen. Ich habe nicht langsam reduziert und den Zuckerkonsum ausschleichen lassen – ich habe direkt auf alles Süße (auch Obst, Möhren, Tomaten und Zwiebeln) verzichtet und für mich war das genau der richtige Weg.

Das heisst aber nicht, dass es für jeden anderen ebenfalls das Richtige ist. Ich lese immer wieder, dass die Leute “Angst” haben, so radikal vorzugehen und es vorziehen, erst einmal den Zucker (auch die Getränke- wie Cola, Obstsäfte, etc.) zu reduzieren oder zu streichen und sich weiter langsam vortasten. Das ist völlig in Ordnung ! Es gibt nicht den EINEN richtigen Weg – es gibt aber das EINE Ziel. Und da kommt jeder auf seine Weise hin.

Wenn Du für Dich nicht weisst, welcher Weg wohl der beste für Dich ist, dann halte Dir folgendes vor Augen:

  • Unser Gehirn mag keine Veränderungen !

Im Laufe Deines Lebens hast Du Dir Verhaltensweisen zugelegt, die jetzt Deine sog. Komfortzone sind – ob diese Verhaltensweisen nun gut oder schlecht für Dich sind, ist egal. Es ist das, was Du kennst und worin Du Zuhause bist. Entscheidest Du Dich nun, einen anderen Weg einzuschlagen, wird Dein Gehirn in Aktion treten und Dir 100 Gründe sagen, warum der neue Weg nicht gut für Dich ist, nicht funktionieren kann, etc. In Bezug auf Zucker wäre das z.B.: “Och, hier so abends auf der Couch- da gehörte doch bisher immer so ein Stückchen Schokolade dazu. Der Tag war so anstrengend, da hab ich mir ja wohl echt eine kleine Belohnung verdient ! Ohne Zucker kann ich ja ab morgen wieder.” Kommt Dir das bekannt vor ?

Unser ältester Überlebensinstinkt ist Angst und unser Gehirn wird bei allem Neuen, was es nicht kennt, mit Angst reagieren, weil es nicht weiss, was da auf Dich zukommt. Es “warnt” also in Form von Angst- manchmal auch einfach nur mit einem unguten Gefühl in der Magengegend und schickt direkt auch Gründe, warum man das Neue eben besser nicht ausprobieren und stattdessen in der altbekannten Komfortzone bleiben sollte.

Dein Geist möchte sich nicht verändern, sondern bleiben, wie er ist. Das, was er hat, das kennt er und alles Neue fühlt sich erst einmal nicht gut an und er weiss nicht, ob Du mit der Veränderungen überhaupt überleben kannst (drastisch ausgedrückt). Deshalb warnt er in Form von Unwohlsein, Angst und Argumenten, die dagegen sprechen.

Das gilt für alle Bereiche Deines Lebens: vielleicht in einem Job, in dem Du Dich nicht wohl fühlst, den Absprung aber nicht schaffst, weil Du eben nicht weisst, was Dich in einem neuen erwartet, einer Partnerschaft, usw. Zuckerentzug oder Zuckerreduzierung sind da nur ein ganz kleines Licht.

Wenn Du das aber erst einmal für Dich weisst und diese Gedanken, die dann kommen, erkennst, dann kannst Du Dich auch ganz bewusst entscheiden:

  • höre NICHT auf Deine Gedanken, sondern MACH einfach !

Die Gedanken sind da, haben auch ihre Berechtigung aber Du weisst ja, wo sie her kommen und kannst Dich ganz bewusst entscheiden, sie zu ignorieren.

Es geht hier nur um Zucker ! Da entscheidest Dich einfach nur, auf Zucker zu verzichten und nicht mehr. Ich finde, wenn man sich das einmal vor Augen hält, fällt es leichter.

Und auch, wenn es am Anfang Schwierigkeiten in Form von Kopfschmerzen, Müdigkeit etc. gibt, so kann ich Dir dennoch versprechen, dass Du Dich bald besser fühlen wirst und Deine Komfortzone damit um einiges größer machst – einfach nur, weil Du Dich traust.

Bei mir war es wohl die pure Verzweiflung, die mich dazu gebracht hat, von jetzt auf gleich komplett auf Zucker zu verzichten und auf keines der Gegenargumente meines Gehirns zu hören – und ich bin froh, dass ich so sehr dafür belohnt wurde !

Wenn es für Dich einfacher ist, in kleinen Schritten zu beginnen, weil Dir dann weniger Gegenargumente einfallen – bzw. erst gar keine aufkommen, weil die Veränderung nicht soooo gravierend ist: super ! Du selber kennst Dich am besten und kannst heraus finden, welcher der richtige Weg für Dich ist: ganz radikal oder aber in kleinen Schritten – oder aber auch irgendwo dazwischen.

Finde Gleichgesinnte ! Es gibt so viele Gruppen z.B. auf Facebook, wo man sich austauschen kann, Tipps bekommt, tolle Rezepte und immer wieder Unterstützung. Das hilft ungemein.

Ich finde es auf jeden Fall spannend, für sich selber einen Weg zu finden. Denn dann hat man doppelt gewonnen: im Falle von Zucker ein besseres Körper- und Lebensgefühl und das Wissen, dass man seinen Überlebensinstinkt Angst wahr nimmt aber auch beeinflussen kann.

Was bist Du für ein Typ ? Welcher Weg ist/war Deiner ? Schreib mir gerne einen Kommentar – ich bin gespannt !

Alles Liebe

Stephie

 

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