Urlaub mit dem Wohnmobil

Momentan befinden wir uns in unserem (natürlich wohlverdienten 😉 ) Urlaub und geniessen die letzten Tage. Früher haben wir meist Pauschalurlaub gemacht und als wir dann Fellnase Jade bekamen, mieteten wir oft eine Ferienwohnung. Das Problem war leider das Wetter – ein paar Mal sind wir eher abgereist, weil es nicht aufhören wollte, in Strömen zu giessen und wir dachten dann, da haben wir es Zuhause angenehmer.

Im Sommer 2014 liehen wir uns für eine Woche ein Wohnmobil, um zu schauen, wie uns so ein Urlaub gefällt. Nun, wir waren so begeistert, dass wir uns kurz darauf ein eigenes “Wombel” zugelegt haben, womit wir nun möglichst häufig durch die Lande tingeln. Man hat alles dabei, fährt dahin, wohin man möchte- bzw. das Wetter schön ist und wenn es nicht gefällt, fährt man einfach weiter. So haben wir schon unglaublich tolle Orte (und Menschen) kennengelernt. Mitunter fahren wir auch einfach mal nur übers Wochenende- Hauptsache weg.

Uns war beim Kauf wichtig, dass das Wohnmobil nicht zu lang ist (unseres ist 5,99 Meter), wir aber eine separate, große Dusche und eine separate Toilette haben (einige haben WC und Dusche quasi zusammen und man setzt direkt die Toilette mit unter Wasser, wenn man duscht.) Dank einer Solaranlage, die Ulli aufs Dach gebaut hat und anderen Batterien, können wir nun komplett unabhängig stehen: wir haben unseren eigenen Strom (so dass ich morgens direkt meinen Kaffee bekomme- gaaanz wichtig !), wir können gemütlich duschen und die Toilette ist ohne Chemiegedönse- es ist eine Sog Toilette, wo keine Chemie hineingekippt werden muss und es riecht trotzdem NICHTS. Das hatte uns sehr an dem geliehenen Wohnmobil gestört: nach ein paar Tagen roch es dort im ganzen Inneren nach Chemiezusatz mit Pinienduft *bäääähhh* Einen Fernseher haben wir auch, nutzen den aber meist nur im Winter. Im Sommer sitzen wir immer so lange im Freien, bis wir ins Bett verschwinden. Dieses ist ein Hubbett und wird abends heruntergefahren – das spart tagsüber immens Platz.

Als Utensilien haben wir immer dabei:

  • den Omnia Backofen, in dem sich morgens super Brötchen ganz knusprig aufbacken lassen (Ulli hat ein Gitter gebastelt, so dass die Brötchen darauf liegen und nicht anbrennen); man kann prima Kartoffelaufläufe darin machen und soll auch Brot z.B. darin backen können. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
  • die Senseo Kaffee Maschine (ohne Kaffee morgens geht gar nicht)
  • einen Gasgrill
  • diverseste Gewürze
  • für mich was “Süßes” für den Nachmittags-Kaffee
  • Lebensmittel für die ersten Tage, weil wir so gut wie nie essen gehen, sondern am liebsten alles selber machen. Vor Ort wird dann immer frisch eingekauft.

Gerne vergisst man beim Wohnmobil, dass nur ein gewisses Gesamtgewicht erlaubt ist (wie hoch das ist, steht in den Papieren). Man glaubt gar nicht, was das alles wiegt, was man da so lustig einfach reinpackt (einschliesslich einem selbst *grins*). Von daher haben pfiffige Leute “Melamin-Geschirr” erfunden: das ist ganz leicht, da es aus Polycarbonat besteht. Oma´s altes Porzellan bleibt also besser im Schrank Zuhause. Töpfe gibt es aus ultra leichtem Aluminium, Gläser und Becher aus Plastik. Was wir aber wieder ausgetauscht haben, ist das Campingbesteck: wenn man da feste mit der Gabel zu drückt, sieht die hinter her aus, wie von Uri Geller in die Mangel genommen. Da haben wir dann lieber weniger Besteck dabei, dafür stabiles.

Bei unserer jetzigen Tour haben wir uns für Slowenien als Hauptziel entschieden. Wir sind letztes Jahr auf der Durchreise von Kroatien nach Österreich dort hängen geblieben, weil uns die Landschaft so gut gefiel. Leider reichte es zeitlich nur für zwei Nächte aber uns war klar: wir möchten da noch mal hin und dann für länger. Die Wetteraussichten waren gut und somit starteten wir.

Wir haben wieder sehr schöne Stell- und Campingplätze entdeckt. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass ein Stellplatz oft keine sanitären Einrichtungen hat- man kann also dort weder zur Toilette, noch duschen. Manche verfügen noch nicht einmal über Stromanschlüsse. Wer es also richtig bequem mag oder eben auch nicht die Möglichkeiten im Wohnmobil zu duschen etc. hat, der ist auf einem Campingplatz besser aufgehoben. Bei vielen ist auch noch ein kleiner Supermarkt dabei und ein Restaurant, wo man abends essen gehen kann. Die Gebühren für die Übernachtung unterscheiden sich natürlich auch dementsprechend.

Während der Tour fiel uns wieder auf, wie viele Leute mittlerweile Urlaub mit dem Wohnmobil/ dem Wohnwagen machen (nie wurden in den ersten sechs Monaten eines Jahres in Deutschland mehr Reisemobile zugelassen – nämlich 23.855) und ich dachte mir, vielleicht hat der eine oder andere ja Interesse, was man während einer Tour so erlebt, was es kostet usw. Und – last but not least- ich habe auch für mich ein Reisetagebuch, wo ich alles zusammenfassen und immer mal wieder nachlesen kann. Bei der nächsten Tour werde ich also mal ausführlich berichten und Euch mitnehmen – wenn Ihr wollt.

Wolken

Bis bald an dieser Stelle und alles Liebe,

Stephie

 

 

 

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