Rezepte, Unterwegs
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Cauliflower Bacon Hand Pies (und meine NEW YORK Liebe)

Cauliflower Bacon Hand Pies

[Dieser Beitrag enthält Werbung für ein Buch, welches ich mir selber gekauft habe]

Während ich das hier gerade schreibe, muss ich grinsen. Ich wollte Euch ein Buch und ein Rezept daraus vorstellen. Und es kam dann doch anders…

Wart Ihr schon mal in New York ? Ich wollte da schon immer einmal hin – die Fotos von dort, die Filme, die dort spielten – ich war von jeher fasziniert und wusste, irgendwann einmal werde ich dort hinfliegen. Meine Vorstellung von der Stadt, die niemals schläft, war: laut, dreckig, hektisch, anonym, Häuserschluchten, Wolkenkratzer und nichtsdestotrotz ein Hauch Glamour (muss ja, wenn so viele diese Stadt so toll finden- es ist immerhin New York!)

Im November 2012 (meine Güte, ist das lange her) war es dann endlich soweit: wir flogen nach New York. Und es war so phantastisch !!

Von berufs wegen schon einiges von der Welt gesehen, hat diese Stadt mich vom ersten Augenblick an in ihren Bann gezogen: wir saßen im Taxi auf dem Weg vom Flughafen nach Manhattan und der erste Blick, den man auf die Skyline erhaschen konnte, war so imposant und hat mich mit offenem Mund staunen lassen.

Wir hatten als Hotel das “Eventi” gewählt, was von der Lage echt spitze war und hatten morgens sogar Frühstück inklusive. In den USA ja nicht unbedingt Gang und Gäbe.

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Blick aus unserem Hotelfenster

Direkt am zweiten Tag holte uns morgens vom Hotel eine “Big Apple Greeterin” ab – eine rüstige Lady, die uns bis ca. 16 Uhr “ihr” New York zeigte. Wenn Ihr Euch fragt, was ein “Big Apple Greeter” ist: es handelt sich um eine Organisation aus freiberuflichen New Yorkern, die Touristen einen Teil ihrer Stadt zeigen. Kostenlos. Auf der Homepage kann man sich für einen Greeter bewerben – das sollte man mglst. früh tun, weil sie sehr sehr gefragt sind. Je mehr Einschränkungen man hat (nur deutschsprachig, nur an dem oder dem Tag, nur den oder den Stadtteil) desto unwahrscheinlicher ist es, dass man einen Greeter zugeteilt bekommt. Wir hatten aber Riesenglück, hatten alles offengelassen, bekamen eine Zusage und am zweiten Tag kam dann unsere Greeterin, erklärte uns anhand eines Stadtplans erst einmal, wie New York aufgeteilt ist, erläuterte ein wenig die Geschichte New Yorks und dann ging es los. Wir waren u.a. am Bryant Park, am Grand Zentral Terminal, sind ein kleines Stück auf der High Line spaziert, haben mittags super lecker im Chelsea Market gegessen, einen Wochenmarkt besucht und und und. Was ich absolut empfehlen kann, ist direkt am Flatiron Building das Eataly – eine Mischung aus italienischem Food Market und Supermarkt. Von Aussen eher unscheinbar, offenbart sich beim Betreten eine andere Welt: Köstlichkeiten aus ganz Italien werden frisch gebruzzelt, es gibt frisches Obst und Gemüse zu kaufen, Fleisch, Fisch und einfach alles, was das (italienische) Herz begehrt. Unbedingt besuchen !

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Flatiron Building

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Im Bryant Park- da wollte ich scheinbar etwas ganz genau erklärt haben

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Auch Bryant Park – in den kleinen Pavillons kann man allerlei Dinge kaufen; möchte nicht wissen, was die da an Miete bezahlen

Was mich total an New York fasziniert hat: man geht über eine vielbefahrene, laute Straße, biegt dann irgendwo ab und meint, man wäre in der Zeit gereist, weil alles auf einmal ganz anders aussieht und so ruhig ist. Das habe ich in noch keiner Stadt der Welt so erlebt.

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Eben noch auf einer vielbefahrenen Straße – nun das Gefühl, in den Südstaaten zu sein

Oder auch: man geht zwischen den Hochhäusern her, schaut hoch und sieht, dass die Sonne scheint. Aber dort, wo man läuft, ist Schatten, es kommt nicht wirklich Licht unten an. Und dann geht man wieder in einen Park, setzt sich auf eine Bank und spürt die Sonnenstrahlen im Gesicht (wir hatten sowas von Glück mit dem Wetter !). Und vielleicht hat man gerade einen Park erwischt, wo auch ein “Dog Park” mit dabei ist: ein eingezäunter kleiner Park, wo die New Yorker Vierbeiner auch mal ohne Leine schnüffeln und spielen dürfen. Es ist interessant anzusehen, wie die unterschiedlichen Rassen miteinander kommunizieren und klar kommen (ich sollte Jade mal eine halbe Stunde dort absetzen- entweder wäre dort der absolute Tumult und sie würde mit Löchern im Fell wieder raus kommen oder sie würde endlich mal merken, wie toll sie es hier hat von wegen Freiheit, Freilauf und so weiter).

Aber zurück zu unserer Big Apple Greeterin: sie “entließ” uns gegen 16 Uhr (Endstation war ein kleiner Club- wie eine alte Bücherei mit Bar), wo die älteren Herren Karten spielten, einen Drink nahmen und sich königlich über uns Touris und unser ungläubigen Gesichter amüsierten (wenn ich ihre Gespräche richtig verstanden habe, hatten sie einen mega genialen britischen Humor- und das im fernen New York!). Dieser Tag hat wirklich bleibende Spuren hinterlassen: ich habe mich in diese Stadt und ihre Menschen verliebt. Und ich bin mir sicher: ohne unsere Big Apple Greeterin (ich habe leider ihren Namen vergessen), wäre der Aufenthalt NIEMALS so wundervoll geworden – niemals ! Wie schon erwähnt, machen die Greeter das ehrenamtlich und nehmen kein Geld dafür. Man kann aber über die Hompeage spenden, um die Organisation zu unterstützen. Wir haben ausserdem unserer Greeterin ein paar typisch deutsche Dinge mitgebracht und sie natürlich beim Mittagessen eingeladen.

Die Stadt war in weihnachtlicher Vorfreude: der Baum am Rockefeller wurde aufgebaut (ganz ehrlich: der sieht im TV wesentlich größer und imposanter aus) und die Geschäfte und teilweise Strassen waren toll geschmückt:

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Eines der toll dekorierten Schaufenster

Die Tage darauf sind wir dann auf eigene Faust losgezogen. Wir hatten im Vorfeld einen New York Explorer Pass gekauft und konnten uns aus über 60 Attraktionen drei aussuchen.

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Times Square

Wir waren am 911 Memorial, welches sich noch im Aufbau befand – das Museum, was jetzt auch dort ist, gab es noch nicht. Dieser Ort hat mir die eine oder andere Träne entlockt: so viele Namen, so viele Schicksale…

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911 Memorial

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911 Memorial

Zwei Mal haben wir uns New York von oben angesehen: einmal vom Top of The Rock auf dem Rockefeller Center und einmal vom Empire State Building aus.

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Blick vom Empire State Buildung auf den Central Park – die Bäume waren noch so toll gefärbt !

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Fischleckereien…

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Dezente Auswahl an Gewürzen

Wir haben eine abendliche Stadtrundfahrt durch das beleuchtete New York gemacht und sind natürlich Kilometer um Kilometer gelaufen. Kurz vor unserem Abflug nach New York traf Hurrikan Sandy dort ein und gerade im Bereich der Wall Street sah man noch die Auswirkungen: es liefen große Generatoren, die das Wasser aus den Kellern pumpten, viele Geschäfte am Uferbereich waren wegen der Wasserschäden geschlossen.

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Miss Liberty

New York hat uns unheimlich freundlich aufgenommen: bleibt man mit dem Straßenplan an einer Ecke stehen, dauert es nicht lange, bis man angesprochen wird, ob man Hilfe benötigt. In der U-Bahn hat mich ein junger Mann freundlich darauf hingewiesen, dass mein Rucksack offen steht und meine Geldbörse halb heraus hängt (typisch ich !)

Essen waren wir natürlich auch aber da bei mir an einen Blog noch nicht mal ansatzweise zu denken war, habe ich keinerlei Fotos davon gemacht. Das würde beim nächsten New York Besuch natürlich ganz anders aussehen 😉

Aber nun (endlich) komme ich mal zu dem eigentlichen Grund – also dem ursprünglichen – für diesen Beitrag: ein Rezept und ein Buch. Und was für eins !

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New York – Capital of Food.

In meinem Regal stehen ja bereits: New York Christmas Baking und White Christmas. Und da es nicht umsonst heisst: “never change a winning team”, sind wieder alle mit von der Partie: Julia “Jewels” Cawley, Lisa “Liz” Nieschlag, Lars Wentrup und Christin Geweke.

Auch dieses Buch ist wieder echt toll geworden mit zig leckeren Rezepten und Bildern, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen- und den Wunsch aufkommen liessen, direkt in die Küche zu stürzen, um nachzukochen- und zu backen.

Es gibt fünf Kapitel:

  1. Cafés & Coffee Shops (Frühstücksideen)
  2. Central Park Picnic (Eine Auszeit im Grünen)
  3. Capital of Food (Das Perfekte Dinner)
  4. Melting Pot (Rezeptideen aus den Stadtteilen von Little Italy bis Chinatown)
  5. Rooftop Bars (Über den Dächern der Stadt)

Dazu noch vier wunderschöne Geschichten; das Gesamtpaket hat mich zurück geschleudert ins Jahr 2012 – ich habe unsere Bilder hervorgekramt, gleichzeitig die ganzen Erinnerungen an diese paar Tage und ja, es stimmt: Menschen vergessen niemals zwei Dinge – ihre erste Liebe und ihren ersten Tag in New York. Und die ganze Zeit, während ich an diesem Beitrag gearbeitet habe, hatte ich ständig das Lied “Empire State of Mind” von Alicia Keys im Kopf. Jetzt wisst Ihr, warum dieser sich Beitrag nicht nur um ein Rezept dreht 😉

Das, was ich mir herausgepickt habe, sind gefüllte Blätterteigtaschen (aus dem zweiten Kapitel). Mit Blumenkohl, der im Ofen geröstet wird. Er bekommt u.a. Unterstützung von knusprigem Bacon, Tomaten und Petersilie. Eine sehr interessante Kombi und wo man am Anfang meinen könnte, das passt doch alles nicht zusammen, ist es beim ersten Biss stimmig und einheitlich- passend zur Stadt.

Cauliflower Bacon Hand Pies

[recipe-foody]Zutaten für 8 – 9 Pies:

  • 1 kleiner Blumenkohl (ich hatte 500 Gramm aber das war viel zu viel ! Ich denke, 200-300 Gramm reichen)
  • ca. 2 EL Olivenöl
  • Meeralz
  • 1 rote Zwiebel
  • 75 Gramm Bacon
  • 4 Stängel glatte Petersilie (ich hatte eine handvoll TK)
  • 6 Kirschtomaten
  • 50 Gramm Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Muskat und Tabasco (optional)
  • 1 Rolle Blätterteig aus der Frischetheke, 275 Gramm
  • 1 Ei, mit 1 EL Wasser verquirlt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Blumenkohl vierteln aufs Blech legen; jedes Viertel mit etwas Olivenöl einpinseln und mit Meersalz bestreuen.

Im heissen Ofen ca. 50 Minuten goldbraun rösten. Nach der Hälfte der Zeit wenden. Wenn die Stücke zu dunkel werden, deckt sie mit locker mit etwas Alufolie ab (es kann sein, dass der Kohl sonst leicht bitter schmeckt). Prüft nach den 50 Minuten mit einer Gabel, ob die Stücke weich genug sind, sonst lasst sie noch abgedeckt etwas im Ofen (meine Stücke brauchten fast 60 Minuten). Dreht die Temperatur aber schon einmal auf 180 Grad herunter.

Während der Kohl im Ofen gart, die Zwiebel schälen und fein würfeln.

Den Bacon klein schneiden, die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und die Blättchen grob hacken. Die Kirschtomaten waschen und vierteln.

1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelstücke darin 5 Minuten anschwitzen. Den Bacon dazu geben und knusprig braten. Den Herd ausstellen und die Tomatenstücke und die Petersilie (entweder die frische oder TK) untermengen.

Den gerösteten Blumenkohl mit Creme fraiche pürieren und mit der Bacon-Tomatenmischung vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Tabasco (optional) abschmecken.

Das Backblech noch einmal mit Backpapier auslegen, den Blätterteig auf einer Arbeitsfläche ausbreiten und in 16 gleich große Rechtecke (6 x 9 cm) schneiden (bei mir sind es sogar 18 Rechtecke geworden).

Acht (oder neun) Rechtecke auf dem Blech verteilen und nun das erste an den Rändern mit der Eigelbmischung bepinseln. Ca. 2 TL der Füllung auf das Rechteck geben, ein unpepinseltes Rechteck nehmen, mit den Fingern ein wenig auseinanderdehnen und über die Füllung legen. Erst die Ränder leicht mit den Fingern aneinanderdrücken und dann mit einer Kuchengabel gut festdrücken (Ihr könnt auch mehr Füllung nehmen- Ihr merkt ziemlich schnell, wie viel ZU VIEL ist, weil es dann sehr schwierig wird, die Ränder festzudrücken, ohne dass die Füllung hervorquillt).

So dann alle Pies befüllen und verschliessen.

Die Oberfläche mit dem restlichen verquirlten Ei bepinseln und ca. 25 Minuten im Ofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene goldgelb backen.

Bitte beim Probieren sehr vorsichtig sein – die Taschen sind sehr heiss von innen (ich spreche aus Erfahrung !)[/recipe-foody]

Cauliflower Bacon Hand Pies

Die “Hot Stir-Fried Noodles mit Garnelen” ( aus dem vierten Kapitel) habe ich mittlerweile auch getestet und bin total begeistert !

Zudem hat Nike den Espresso Smoothie ausprobiert – steht auch ganz oben auf meiner “bald testen” Liste; ebenso wie die “Onion Bialys”, die “Spicy Meatballs” und die “Cherry Rosemary Pie” (oder doch lieber die “Blueberry & Cream Cronuts”?).

Während ich überlege, höre ich noch mal bei Alicia Keys rein – so ein tolles Lied mit einer noch tolleren Stimme (und die live Version mit Jay Z am Times Square ist auch sehr sehr geil !)

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Habt einen tollen Sonntag und wenn Ihr “Eure” New York Geschichte habt – immer raus damit ! Erzählt sie mir.

Alles Liebe,

Stephie

 

2 Kommentare

  1. Oh, was für ein wunderschöner Beitrag! New York wäre tatsächlich der einzige Grund für mich, in die USA zu fliegen… Vermutlich wird es jetzt erstmal das Buch und dann irgendwann New York „in echt“…
    Liebe Grüße
    Chrissy

    • Stephanie sagt

      Huhu Chrissy !
      Klingt auf jeden Fall nach einem guten Plan 🙂 Ich glaube, New York wäre so richtig was für Dich: allein, was man da an “Props” shoppen kann *herzchenindenaugenhab* – von den Bäckereien und Leckereien mal ganz zu schweigen.
      Hach, ich möchte auch gern mal wieder dort hin (vielleicht zu meinem 50. ?)
      Liebe Grüße zurück,
      Stephie

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