Mit dem Wohnmobil
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Wohnmobilurlaub Reisebericht Südtirol und Stubaital (Teil 1)

Wohnmobilurlaub Juni 18

[unbeauftragte Werbung für alles mögliche: Stellplätze, Restaurants, Orte,….]

Hinweis: Am Ende vom 2. Teil des Reiseberichtes liste ich Euch noch mal alle Stellplätze auf !

09.06.18:

Endlich geht es wieder auf Wombeltour: 14 Tage haben wir vor uns !
Bis 13 Uhr arbeite ich und fahre dann mit dem Rad zum Stellplatz nach Haltern am See, wo bereits Wombel samt menschlichem und tierischem Inhalt wartet 😉
Zur Einstimmung laufen wir mit Jade zur Stadtmühle – da ist Wiedereröffnung mit Livemusik des Lavesumer Blasorchesters. Jade möchte gerne mitjaulen – wir verschwinden aber lieber rasch und schmeissen auf dem Stellplatz erst mal den Grill an.

Gebühren für den Stellplatz: € 10,– für 24 Stunden und was viele nicht so gelungen finden: man zahlt grundsätzlich für 24 Stunden – an einem Automaten, an dem man die Stellplatznummer eingeben muss, wo man sich hinstellt. Kommt man nun z.B. um 16 Uhr an und wählt Stellplatz Nr. 18, dann blockt der Automat den bis zum nächsten Tag um 16 Uhr (ein rotes Lämpchen am Automaten zeigt an, Nr. 18 ist belegt.) Fährt die 18 aber am nächsten Tag bereits z.B. morgens um 10 Uhr wieder ab, besteht keine Möglichkeit, dem Automat mitzuteilen “Du, ich fahr jetzt.” Der Platz bleibt belegt und neu ankommende Gäste sind verwirrt. Das sorgt für reichlich Missmut unter den Mobilisten.

10.06.18: jetzt geht es aber endlich los und wir fahren entspannt nach Kitzingen. Waren wir schon ein paar Mal – also verschone ich Euch mit den Details. Essen sind wir wieder im Akropolis gewesen- die haben eine niegel- nagelneue Aussenterasse. Ist echt schick geworden !

Wohnmobilurlaub Juni 18

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11.06.18: wir gondeln gemütlich nach Lechbruck am See zum Campingplatz “Via Claudia” und ergattern einen Stellplatz mit Seeblick:

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Kööpfchen unters Wasser *schaller*

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“Huch – wo bin ich ???”

Der kostet auch ein wenig (wir zahlen pro Nacht € 34,–) – ist aber alles andere als stark frequentiert. Das sieht auf dem Campingplatz ganz anders aus. Unser Navi meint übrigens kurz vor dem Ziel uns eine “ganz tolle” Abkürzung zu zeigen und wir fahren auf einem mehr als schmalen Weg durch die Pampa, bis wir endlich am Stellplatz ankommen.
Es ziehen zwar schwarze Wolken auf und in der Ferne grummelt es bereits, wir machen aber dennoch einen Spaziergang und werden nur auf dem Rückweg ein klein wenig nass *hüstel*

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Dunkle Wolken ziehen auf

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Bei richtig schönem Wetter ist es hier rappelvoll

12.06.18: geniales Wetter ! Also direkt mal mit der Faltenhoheit den See umrundet. Madam hat an jeder sich bietenden Stelle die qualmenden Pfoten gekühlt (beim achten Mal habe ich aufgehört, zu zählen) und nur einmal muss ich sie etwas flott aus dem Wasser treiben, weil ein erboster Schwan um die Ecke kommt, faucht und seine Flügel warnend ausbreitet. Ich: “Uh- Jade- kommse bitte ?” Jade findet den aber scheinbar toll, steht ganz fasziniert im Wasser und will wohl warten, bis er bei ihr ist, um mal wacker den Flügel zu schütteln (“angenehm- ich bin Jade”). Ich: “Jahaaaaaadeeeeeee- RAUS ! SOFORT !!!!!!!!” Widerwillg kommt sie rausgeschlurft “So wird das nix mit Völkerverständigung !”
Nach geraumer Zeit sind wir wieder am Wombel und der Himmel zieht sich wieder zu. Der Gatte will noch fluggs ins Dorf radeln, um einzukaufen, muss dann aber länger im Kaufsmannsladen verweilen, weil gerade da der Himmel seine Schleusen öffnet. Es hört auch nicht mehr wirklich auf an dem Tag.

Impressionen von unserer Runde um den See:

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13.06.18 immer noch Regen – also ab und nix wie weg. Wir fahren nach Südtirol – genauer: nach St. Martin in Passeier und dürfen dafür über den Jaufenpass. Teilweise sind die Kehren nebelverhangen- was mich aber nicht stört, weil ich so nicht sehen kann, wie tief es da runter geht, hinter den gerade mal kniehohen Leitplanken (wen oder was bitte, sollen DIE aufhalten ??).

Wir erreichen wohlbehalten den uns schon bekannten Parkplatz (keine Gebühren) und vertreten uns mit Jade die Beine und Pfoten. Ein Drink wird an der Tennisbar genommen und anschliessend möchten wir im Martinerhof einen Tisch draussen für abends reservieren. Nö- ginge nicht. Nur für Hausgäste. Drinnen könnten wir reservieren. Wolln wa aber nich – Wetter ist doch so schön. Also lassen wir´s. Im Laufe des nachmittags zieht sich der Himmel aber zu und als es Zeit wird, was auf die Gabel zu bekommen, beschliessen wir, uns dann halt doch drinnen mit einem Tisch zu begnügen. Aber draussen ist alles frei – die Hausgäste ziehen wohl eher die warme Stube vor und wir können uns einen Tisch aussuchen. Ach wie schön !
Wir bestellen Pizza (super lecker !!!) und am Nebentisch spielen drei Jugendliche Karten: “Mau Mau”. Mir ist fast alles aus dem Gesicht gefallen ! Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal Jugendliche nicht auf ihr Handy glotzen – und dafür lieber “Mau Mau” hab spielen sehen. Ich bin immer noch völlig fasziniert !

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Pizza im Martinerhof

14.06.18: heute wird der Urlaub endlich so, wie wir ihn kennen – sehr, ähm – interessant. Wohlgemut möchten wir den Teufelsteinweg laufen – kennen wir bereits und eigentlich ist der total kicki. Jo. Eigentlich. Leider haben wir dann aber irgendwo eine Abzweigung verpasst und wundern uns irgendwann, dass es immer höher und höher geht (“war das das letzte Mal auch so ??”). Dann hört Jade Wasser rauschen und will da einfach nur noch hin (“Wasser ! Waaaaaaaasseeeer !!!”). Ein Bach fliesst direkt vor uns, Jade kühlt sich die Bergsteigerpfoten und säuft, was das Zeug hält. So, töfte – und wo is nu der Weg, den wir weiter gehen müssen ??? Ich kraxel ein wenig den Hang hinauf, wo eine riesige, umgestürzte Tanne liegt. Ach Du Scheisse ! “Äh- ich hab den Weg gefunden !” “Ja und ?” “Der ist genau HINTER der Tanne”. Tja. Ich also UNTER dem Baumstamm hergerobbt (schade, dass der Boden nicht matschig war – dann hätte es sich wenigstens richtig gelohnt) und komme direkt in einem Brennesselstrauch aus *auaauaaua*. Jade robbt hinter mir her und der Gatte mit seinen langen Beinen kann über den Baumstamm. Na super. Weg gefunden und weiter gewundert, dass der so ganz anders als in der Erinnerung ist.
Es geht weiter aufwärts und hinter einer Biegung treffen wir ein Pärchen wieder, das uns zwischendurch überholt hatte – auch sie sind ratlos. Er tippt wild auf seinem Handy rum und versucht, sich zu orientieren. Eigentlich wollten die beiden auch “nur” den Teufelsteinweg laufen. Jetzt ist aber klar, wir sind auf einem völlig anderen Weg und mittlerweile auf fast 1000 Höhenmetern (St. Martin liegt auf ca. 600). Jade hat gestrichen die Schnute voll und haut sich erst mal in den Schatten “bestellt mir nen Heli – ich laufe keinen Schritt weiter ! Ihr habt se doch nicht alle ! Nen gemütlichen Spaziergang hat man mir versprochen – bisken über ne Stunde – gaaaaanz in Ruhe. Und wat is ? Ich muss durch reissende Flüsse, unter umgestürzte Bäume durch und Millionen Höhenmeter latschen !” Das faltige Gesicht hat tiefe Runzeln.

Gott sei Dank schafft Herr Pärchen es, sich einen Überblick zu verschaffen und meint, wir müssten “nur noch” paar Meter weiter hoch und da wäre dann ne Straße, die wieder runter führt. Bei dieser Ausführung kommt ein tiefer Seufzer aus dem Schatten (“Warum müssen wir erst nen Berg raufrennen, um ihn dann eh wieder runter zu müssen ?? Beim nächsten Urlaub möchte ich in ne Tierpension !”)

Nach nem großen Schluck aus ihrem Wassernapf begleitet sie uns dann aber doch, wir laufen das letzte Stück hinauf und dann ab auf die Strasse, die ins Tal führt. Da steht jetzt auch ein Schild, dass der Weg, den wir gekommen sind, gesperrt ist. Ach echt ? Wieso das denn ? Der ist doch tippi toppi ! Schön, dass dann jetzt doch schon zu erfahren. Na egal. Nützt ja jetzt eh nichts mehr. Also weiter die Strasse entlang. An einer Abzweigung trennt sich das Pärchen von uns, schlägt sich in die Büsche und hofft, dass das eine Abkürzung ist. Ich wiederum hoffe, sie rennen da nicht jetzt noch durch die Gegend.

Wir tappsen weiter abwärts und treffen tatsächlich auf den Teufelsteinweg – also den Weg, den wir ursprünglich gehen wollten. Na guck – so schnell gefunden ! Ohne jegliche Probleme (Jade rauft sich das eh schon völlig zerzuselte Kopfhaar – das Baumstamrobben hat der Frisur nicht so ganz gut getan) und wir gehen gemütlich die letzten Meter bis ins Dorf. Aus etwas über einer Stunde sind dann drei geworden; Jade schmeisst sich ins Wombel und wird für einige Stunden nicht mehr zu sehen sein – man hört nur tiefe Schnarchgeräusche.

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Da war noch klar, wo´s lang geht….

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Don´t disturb !!!!

Abends geht´s noch mal in den Martinerhof und es gibt Nudeln und einen Grillteller. Auch wieder super lecker. Zum Absacker in die Tennisbar und die Nacht schlafen wir alle sehr sehr gut.

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Wohnmobilurlaub Reisebericht Südtirol und Stubaital (Teil 2)

Wombelscheibenwischer müssen als “Toaster” herhalten

Wohnmobilurlaub Reisebericht Südtirol und Stubaital (Teil 2)

Der Platz in St.Martin

15.06.18 wir entschliessen uns, nach Österreich zu fahren – ins Stubaital. Ohhhh- und da wurde es auch noch seeehr interessant….

FORTSETZUNG FOLGT !

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. Hjördis sagt

    Haha sehr lustig geschrieben. Ich war quasi voll dabei.Ich liebe ja die Berge auch so sehr. 😍😍😍.Freue mich schon auf Teil 2.
    Liebe Grüße Hjördis

    • Stephanie sagt

      Hallo Hjördis,
      ja, Du bist auch Berg-Fan, ne ? Ich kann da so herrlich runterkommen und auftanken; und komme mir ganz unbedeutend und klein vor in ihrer Gegenwart.
      Schön, dass Du quasi direkt mit uns unterwegs warst- Teil 2 folgt bald…

      Ganz lieben Gruß und Danke für Deinen Kommentar,
      Stephie

  2. Elke sagt

    Ach herrlich … übrgens wir haben immer einen Platz für die Faltenhoheit 🤗

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