Hauptspeisen, Rezensionen, Rezepte
Kommentare 3

Eine Mischpoké Bowl á la Buddha Bowl {Buchrezension}

Buddha Bowl

[unbezahlte, unbeauftragte Werbung | Rezension]

Heute habe ich ein schönes Buch als Tipp für Euch – voll mit leckeren und gesunden Bowls !

Es heisst: “Buddha Bowls – Super Easy !”, ist erschienen im EMF Verlag und geschrieben hat es Tanja Dusy. Und die hat echt gute Arbeit geleistet: am Anfang erklärt sie, was Bowls und insbesondere Buddha Bowls überhaupt ausmachen.

Ich hatte ehrlich gesagt, nicht viel Ahnung darüber. Ich wusste nur, dass “Bowls” sehr gefragt sind und immer mehrere Komponenten enthalten. Was nun aber “Buddha” oder sogar “Poké” Bowl ist: ????

Also: der Begriff Buddha Bowl existiert auch im japanischen Zen-Buddhismus. Man pflegt dort die Tradition des gemeinsamen Essens, heisst dann “Oryoki”. Und Oryoki ist gleichzeitig der Begriff für die unterschiedlich großen Schüsseln, die man besitzt. Die größte der Schüsseln, in die alle anderen gestapelt werden können, heisst “Zuhatsu” – Buddha Bowl (ha !)

Übersetzt bedeutet Oryoki “Das, was gerade so viel enthält, wie man braucht” und hier wird es für mich sehr interessant. Essen wird geachtet und zu einem gemeinsamen Mahl, was zelebriert und nicht mal eben schnell irgendwo stehend, gehend hinuntergestürzt wird. Am “besten” noch Fertiggerichte mit viel industriellem Gedöns.

Bowl-Bauplan

Ne, ne, darum geht es bei den Bowls nämlich ganz und gar nicht. Hier werden frische Zutaten verwendet, die zusammen mit unterschiedlichen Aromen herrlich schmecken und man kann seiner Kompositionslust freien Lauf lassen. Als “Bauplan” sollte man lediglich beachten: gut die Hälfte der Bowl besteht aus frischem Gemüse (oder auch mal Obst); ein Viertel gehört den Proteinen, wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch oder Sojaprodukten und das letzte Viertel Getreide. Zusätzlich sollte in jeder Bowl 10 % gesundes, ungesättigtes Fett enthalten sein, damit unser Körper die ganzen Vitamine gut aufnehmen kann und wie geschmiert läuft.

Ihr seht, in einer einzigen Bowl ist alles vereint, was uns gut tut und lange satt macht (da leg ich persönlich ja immer großen Wert drauf. Ich bin nicht ich, wenn ich hungrig bin).

Und wem das dann alles zu theoretisch ist, dem hilft das Buch enorm weiter mit den über 50 Rezepten. “Super Easy” steht deshalb mit im Buchtitel, weil es größtenteils Zutaten sind, die man in jedem Supermarkt bekommt und man bei der Zubereitung nicht stundenlang schnibbeln, marinieren und garen muss. Bei den “Poké” Bowls (mit rohem Fisch- gerade wohl MEGA angesagt), wird teilweise gar nicht gekocht. Der Herd bleibt kalt. Jetzt, zum Sommer hin, finde ich das klasse – im Herbst/Winter kommt bei mir ja eher ein deftiger Eintopf in die Schüssel.

Jetzt aber weiter zum Buch: auf den ersten der 144 Seiten wird also erklärt, um was es sich bei den Bowls überhaupt handelt und was die Idee dieses Buches ist. Dann geht es um gesunde, ballaststoffreiche Kohlenhydrate. Also die, die langsam ins Blut gehen und lange satt machen. Dazu gehört nicht nur z.B. Dinkel, Hafer, Quinoa, etc. sondern auch Gemüse wie Kohlrabi, grüner Spargel, Rote Bete, Kohl sowie Salate und Kräuter. Es gibt Zubereitungs- und Aufbewahrungstipps.

Dann kommen Beispiele für Eiweisse und Fette und dann geht es mit den Bowls los: unterteilt in

  • Wake Up, No Hurry Bowls
  • Hot Bowls – Vegan & Veggie
  • Hot Bowls – Fisch & Fleisch
  • Coole Bowls (dazu gehören dann auch die Poké Bowls)

Desweiteren gibt es zwischendurch Rezepte u.a. für Mayonnaise, vegane Sojanese, Ingwer-Gurken, Süß-saure Radieschen, etc.

Ich habe für Euch die “Mischpoké – Bowl” getestet, wobei ich direkt mal einiges austauschen musste (war dann doch nicht sooo easy, alles im Supermarkt zu bekommen).

Wichtig zu rohem Fisch !!!! Der muss wirklich richtig frisch sein ! Am besten beim Fischhändler des Vertrauens danach fragen oder ihn vorbestellen. Man nennt das dann Fisch in “Sushi-Qualität”.

Hier das Rezept der Mischpoké – Bowl samt meiner Bemerkungen, wo ich ausgetauscht oder weggelassen habe:

Zutaten für 2 Bowls:

Für die Poké:

  • 100 Gramm ganz frisches Lachsfilet
  • 100 Gramm ganz frisches Thunfischfilet (hab ich nicht bekommen)
  • 100 Gramm gegarte Shrimps oder Surimi (ich hatte Shrimps)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL geröstetes Sesamöl (hatte ich noch da aber wenn Ihr das kauft, beachtet, dass es sich nicht wahnsinnig lange hält !)

Für das Dressing:

  • 6 EL Dijon-Senf
  • 3 EL Honig
  • 1,5 EL Weissweinessig
  • 3 EL Orangensaft (hab ich weggelassen)
  • 2 Spritzer Chilisauce (ich hatte Tabasco)
  • Salz
  • Pfeffer

Ausserdem:

  • Sushi Reis (ich hatte Jasmin Reis, ca. 100 Gramm gekocht)
  • 100 Gramm Edamame (gibt es in den meisten Asialäden); alternativ: vorgegarte Dicke Bohnen
  • 1/2 Charentais – Melone (nennt sich auch Cantaloupe Melone)
  • 80 Gramm Heidelbeeren
  • 50 Gramm Baby-Magoldblätter (gab es nicht, auch keinen Baby-Spinat; habe ein paar Basilikumblätter genommen)
  • 40 Gramm geröstete gesalzene Macadamianusskerne

Zubereitung:

Den Sushi Reis (oder welchen Ihr auch nehmt), nach Anleitung zubereiten und abkühlen lassen.

Den Lachs und Thunfisch (wenn vorhanden) kalt abspülen, trocken tupfen und in knapp 1 cm große Würfel schneiden.

Garnelen kalt abbrausen und abtropfen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen, trocken schütteln, den weissen Teil längs vierteln und in feine Stücke schneiden und mit 1 EL Sojasauce und Sesamöl mischen und mit Fisch und Garnelen vermengen. Zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Inzwischen die Edamame in ausreichend kochendem Salzwasser 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Anschliessend in ein Sieb abgiessen, kalt abbrausen und abtropfen lassen.

Die Kerne aus der Melone entfernen, Melone in Spalten schneiden. Das Fruchtfleisch von der Schale schneiden, würfeln, die Heidelbeeren waschen und trocken tupfen. Baby-Mangold waschen und trocken schleudern.

Die Macadamianüsse grob hacken.

Den Senf mit Honig, Orangensaft, Chilisauce und der übrigen Sojasauce verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Reis auf zwei Schalen verteilen, Mangoldblätter, Fisch-Garnelen-Mischung, Edamame, Melone und Heidelbeeren darauf verteilen und alles mit Macadamianüssen bestreuen.

Mit der Honig-Senf-Sauce servieren und diese vor dem Essen untermischen.

Welche Bowls noch ganz oben auf meiner Test-Liste stehen, sind folgende:

  • Happy-Coco-Bowl
  • Black-Forrest-Chocolate-Bowl
  • Seelentröster-Bowl
  • Sweet-and-Sour-Chicken-Bowl

Und da ich nun weiss, auf welchen Inhalt es bei einer richtig guten, gesunden und leckeren Bowl ankommt, traue ich mich auch an eigene Kompositionen heran. Da sind der Phantasie ja wirklich keine Grenzen gesetzt.

Dank des Buches mit den Erklärungen (nicht zu viel an Fakten, das Wichtigste ist prima zusammengefasst) und den wunderschönen Fotos (bei den meisten läuft mir echt das Wasser im Mund zusammen), habe ich einen tollen Einblick in die Buddha-Bowl Welt bekommen und sage ganz ganz lieben Dank an den EMF Verlag für das mir zur Verfügung gestellte Exemplar und vor allem an Svenja Hürter !!!

Alles Liebe,

Stephie

 

3 Kommentare

  1. Ich habe die auch mal ab und an gemacht, muss aber sagen, dass mich die Bowls nicht dauerhaft überzeugt haben. Ich kann dir auch überhaupt nicht erklären, woran das liegt, es ist mir selbst ein Rätsel. Gesund sind sie ja auf jeden Fall…

    Liebe Grüße

    • Stephanie sagt

      Hallo Mo,
      manchmal ist das so- man findet etwas total interessant, probiert es aus, findet es auch gut aber soooo richtig mit anfreunden, dass man es fest in den eigenen Plan integriert, kann man sich dann doch nicht. Ich finde so eine Bowl vor allem für meine Mittagspause im Büro sehr praktisch: da ist alles drin, ich kann es prima vorbereiten und brauche nicht zig Schüsseln mitzuschleppen. Ich schau mal, wie lange das bei mir so anhält ;-)….
      Lieben Gruß
      Stephie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.