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Wie alles begann: mit Hilfe eines bekannten US Konzerns und dessen System, wo man beim Essen Punkte und keine Kalorien zählt, nahm ich im Laufe von ein paar Jahren (es gab viele Auf und Abs und Unterbrechungen) 13 Kilo ab. Es ging dann an das Halten der verlorenen Kilos und das brachte mich zur Verzweiflung: um nicht zuzunehmen, musste ich Punkte zählen. Tat ich es nicht und “liess einfach mal laufen”- wie z.B. im Urlaub, nahm ich zu und hatte dann arge Probleme, das “Flugfett” wieder loszuwerden. Das fand ich total frustrierend und noch mehr den Gedanken: “muss ich jetzt mein Leben lang Punkte zählen ???” Das wollte ich nicht und vor allem wollte ich nicht ewig Light Käse, fettarme (bzw. fettärmste) Käse- und Milchprodukte essen, die für mich nichts mit gutem oder leckerem Essen zu tun hatten. Ich stieß auf “Clean Eating”- also unverarbeitete und frische Küche, wo keine Kalorien gezählt werden und an Lebensmitteln alles erlaubt ist, so lange sie keine synthetischen Zusatzstoffe, Süßstoffe, Zucker, Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker und ungesunde Transfette enthalten. Das fand ich sehr interessant und wollte mehr erfahren.

Dazu kam, dass mich seit über einem Jahr ein Hefekleiepilz piesackte, der mit diversen Mittelchen zwar immer mal etwas abklang- weg bekam ich ihn allerdings nicht. Der Pilz machte sich bei mir bemerkbar, indem zuerst der Hinterkopf und das Dekolleté anfingen zu jucken, dann bildeten sich auf dem Dekolletè und dem Schulterbereich helle Flecken, die auch blieben, wenn der Juckreiz nach ließ. Und obwohl die Hautärztin meinte, nach Einsatz der verabreichten Gels und Shampoos (schweine teuer- nur so nebenbei bemerkt) wäre der Pilz besiegt und die Flecken würden mit der Zeit verschwinden, kam es bei mir nie dazu. Die Flecken vermehrten sich fröhlich weiter.

Ich habe dann mal ein wenig selber recherchiert, weil mir dieses Gejucke mittlerweile ziemlich auf den Nerv ging und was recht schnell klar wurde: jegliche Art von Pilz ernährt sich u.a. von Zucker (man sehe sich nur einmal an, was mit Backhefe passiert, wenn man sie mit Wasser und etwas Zucker vermischt). Da stand ich nun. Ich hatte eh schon immer einen “süßen Zahn”, der beim Punkte zählen arg bestraft wurde (vor allem, weil mir nie EIN Stück Schokolade reichte – es musste dann schon die halbe Tafel sein) und nun konnte es auch noch sein, dass mein “weisses Glück” Schuld an dem nervigen Gejucke war ? Argh ! Zu der Zeit kam noch dazu, dass ich andauernd Heißhungerattacken hatte – ich aß etwas und dachte kurze Zeit später schon darüber nach, was ich als Nächstes essen könnte. Passte natürlich so gar nicht in meinen Plan des “ich halte mein Gewicht” Projekts. Ich aß dann Obst. Viel Obst (ich zählte ja noch Punkte und dort hatte Obst mittlerweile Null- also immer rein damit). Am Tag kam ich auf über ein Kilogramm. Wenn in der Obstschale nur noch eine Banane, ein Apfel und eine Orange lag, wurde ich nervös. Das ging mir auch auf die Nerven. Also sagen wir: ich war verzweifelt genug, um etwas völlig Neues auszuprobieren.

Ich werde nie vergessen, wie meine Freundin Susann mir ein Bild von einem Buch schickte und schrieb “schau mal- das sieht interessant aus !” Es war das Cover von Sarah Wilson´s Bestseller “Goodbye Zucker”. Ich habe es mir bestellt und als ich die ersten Seiten las, dachte ich “die schreibt von mir!”.

Sarah beschreibt in ihrem Buch, was Zucker in unserem Körper bewirkt, wie wir von ihm abhängig werden und wie wir genau das wieder ändern können. Man macht quasi ein achtwöchiges Entziehungsprogramm. In der ersten Woche wird der Zuckerkonsum eingeschränkt (dazu zählt auch Fruchtzucker, wie z.B. Obst) und dann geht es richtig los: kein Zucker, kein Obst, kein Honig oder anderes Süßungsmittel. Dafür setzt man auf Fett und hochwertiges Protein: vollfetten Käse, Milch und Nüsse. Denn das stillt das Verlangen nach Süßem. Und es stimmt ! Für mich tat sich eine neue Welt auf: ich habe endlich wieder vollfette Produkte gegessen, Nüsse und Avocados. Hatte alles vorher viel zu viele Punkte. Und ich hatte leichte “Entzugerscheinungen”: ich habe teilweise schlecht geschlafen, fühlte mich im Wechsel aufgekratzt und erschöpft. Das verschwand aber schnell wieder und ich fühlte mich gut und nie so, als verzichte auf irgendetwas. Heisshungerattacken hatte ich auch nicht. Ich habe das Ganze als Experiment gesehen und wollte einfach von Tag zu Tag schauen, wie lange ich ohne Zucker auskomme. Ab Woche sechs isst man auch wieder etwas Obst und fängt an, alternative Süßungsmittel zu benutzen, wie Reissirup. Man glaubt gar nicht, wie süß nach so einer Abstinenz Blaubeeren schmecken !!! Da Sarah´s Rezepte alle auch die Nahrungsmittel enthalten, die beim Clean Eating im Einsatz sind, war nach den acht Wochen Zuckerentzug der Wechsel zum Clean Eating fliessend. Seitdem habe ich mich dort immer weiter herangetastet und -gekocht.

Als ich im Juli 2015 allerdings mit dem achtwöchigen Zuckerentzug- kurz vor meinem Geburtstag – begann, war nicht nur die Familie verwirrt: “Wie- keinen Zucker mehr ?? Gar nix ? Das Gehirn braucht doch Zucker !! Geht doch gar nicht, auf Zucker zu verzichten ! Wasn das jetzt wieder für ne Masche ?” Und so weiter. Ich hab aber einfach erst mal gemacht, dachte an Sarah Wilson´s Worte “Keine Panik – es ist nur Zucker !” und losgelegt.

Zusammengefasst habe ich es mir viel schwieriger vorgestellt. Ich fühlte mich (bis auf die anfänglichen Entzugserscheinungen) gut, satt und hatte endlich keinen Heißhunger mehr, da mein Blutzuckerspiegel nicht immer wieder hoch schnellte und nach Nachschub schrie.

Allerdings einmal – nach ca. 14 Tagen – wachte ich nachts auf, weil meine Haut am Dekolleté unglaublich juckte- ich hätte mich tot kratzen können ! Ich stand auf, warf einen Blick in den Spiegel und sah, dass der Hefekleiepilz alles gab: ich hatte richtige Quaddeln am Dekolleté, in herrlichstem Rot und es juckte, juckte, juckte. Ich war in dem Moment verwirrt und auch erschüttert über diese heftige Attacke und machte mir Sorgen, ob das alles überhaupt die richtige Entscheidung war. Gott sei Dank hatte ich noch eine leichte Cortisoncreme, die ich auf die Haut auftragen konnte und nach einiger Zeit liess der Juckreiz nach.

Das war allerdings das letzte Mal, dass dieser vermaledeite Pilz mich noch einmal richtig geärgert hat- danach ging es nur noch bergauf (Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war).

Meine Haut wurde immer besser:

und sieht heute so aus:

Klasse oder ?

Mein Gewicht hat sich übrigens eingependelt – vom Punkte zählen bin ich meilenweit entfernt. Woran ich immer noch arbeite, sind meine Portionsgrößen. Aber wie heisst es so schön: der Weg ist das Ziel 😉

Hier noch mehr Infos über mich:

 

 

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23 Kommentare

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