Allgemein, Hauptspeisen, Rezepte
Kommentare 3

Nudeln mit grünem Spargel und ein liebevolles auf Wiedersehen

Nudeln mit grünem Spargel

UPDATE: kohlenpottgourmet wird bleiben !!! Ich habe fleissig und mit toller Hilfe daran gearbeitet, den Blog nun doch DSGVO fit zu machen !!!

Um es direkt vorweg zunehmen: ich werde den Blog aufgeben. Allerspätestens am 25.05.18. Da gehen jetzt bestimmt bei vielen von Euch die Glühlämpchen an: “Ist das nicht da, wo die DSGVO in Kraft tritt ?” Genau da. Genau mein Datum. Wem die DSGVO (noch immer) nichts sagt, sollte sich langsam mal schlau machen- es ändert sich nämlich einiges in Sachen Datenschutz. Das ist zum einen sehr sehr gut und nötig aber zum anderen macht es vielen (z.B. Bloggern) das Leben nicht gerade leichter. Ich kann jetzt nur für mich sprechen und versuche zu erklären, wie ich zu dem Endschluss gekommen bin, das bloggen aufzugeben. Das liegt natürlich nicht nur am neuen Datenschutzgesetz. Aber auch.

Als – ich glaube Anfang des Jahres – ich zum ersten Mal so richtig davon hörte und dass man als Blogger auf seinem Blog einiges beachten – bzw. auch ändern muss, dachte ich direkt “na und ? Hab ja bisher alles irgendwie hinbekommen, was mit dem ganzen technischen Gedöns zu tun hat – also schaff ich das auch!” (ein Hoch auf den/meinen Optimismus). Dann fing ich an, mal zu schauen, was ich denn genau ändern muss und je mehr ich las und umsetzte, desto mehr kam und desto größer wurden meine Fragezeichen.

Denn ganz ehrlich: von dem ganzen technischen Zeug, was einen Blog ausmacht, habe ich so gut wie keine Ahnung. Als ich anfing, zu bloggen – ürigens vor fast genau zwei Jahren – wollte ich einfach nur schreiben. Und Fotos machen. In Sachen Blogtechnik hatte ich immer eine ganz große Portion Mut zur Lücke (eher Krater als Lücke), kam aber irgendwie gut über die Runden. Habe sogar versucht, vieles zu verstehen und mich weiterzubilden: ich habe Webinare gemacht, mir eine Stunde SEO Einzelseminar gegönnt (alles natürlich gegen Entgelt) und habe, wenn ich irgendwas umsetzen wollte, versucht, es mir anzulesen. Problem ist nur: wenn mich etwas nicht wirklich interessiert, dann lerne ich es nicht. Dinge, die mich interessieren, die mir Spaß machen, sauge ich auf wie einen Schwamm; die anderen Dinge tropfen an mir ab – bzw. meine Verwirrung ist anschl. noch größer als vorher.

Und dann kam noch der Berg DSGVO. Für viele nur ein Hügelchen – für mich der Mount Everest (gefühlt). Ich habe es aber versucht- so viel muss ich mir anrechnen. Zwischenzeitlich habe ich verdrängt, weil ich dachte “meine Güte, sooo schlimm wird das schon nicht werden ! Die sollen sich mal nicht so anstellen und hier Panik verbreiten von wegen hohe Strafen bei Verstößen etc.”. Das mag alles stimmen. Aber da das Gesetz nun mal neu in Kraft tritt, weiss absolut noch keiner, was genau passieren wird, wie die Gerichte in den einzelnen Fällen entscheiden.

Und dann kam mir wieder meine erste äusserst unschöne Erfahrung in Sachen Blog in Erinnerung:

Ich habe Lehrgeld bezahlt für “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”

23.01.2018: ich bekomme eine Mail mit folgendem Inhalt:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie Rechnung xxx über 385.20 Euro für die Nutzung eines meiner Fotos auf Instagram.”

Ich direkt laut gelacht. So´n Quatsch ! Als ob ich ein fremdes Foto benutze ! Weiss doch jeder, dass man da Urheberrechte verletzt !! In meinem Kopf fing es aber an, zu rattern und ich klickte doch auf den Anhang und dann dachte ich nur   “Ach       Du       Scheisse !!!” Das Foto war nicht meins. Tatsache. Es war (wie ich dachte) von einer Freundin, die ich auch vorher gefragt hatte, ob es benutzen darf. Ich habe sie aber nicht gefragt, ob es ihres war. Sie selber hatte es aus dem Netz. Das stellte sich jetzt heraus und mir wurde total übel.

Lange Rede, kurzer Sinn: der Urheber des Fotos und ich einigten uns auf 250,– plus MwSt, ich hatte wieder einiges dazu gelernt, habe schlaflose Nächte gehabt und habe aber auch wieder einmal erfahren, was für richtig tolle Menschen es in der Bloggerwelt gibt (Danke noch mal an Dich, Tobias – Du bist nicht nur der weltbeste Kuchenbäcker sondern auch ein wunderbarer Mensch !).

Mein mitleidender Gatte hat von der ersten Sekunde an nicht einmal mit der Wimper gezuckt, sondern mich sofort unterstützt und mir nie einen Vorwurf gemacht – nicht ein einziges Wort, was ich ihm jetzt noch mehr als hoch anrechne. Ich weiss nämlich, dass er, als ich strahlend mit der Idee, ich mache einen Blog, um die Ecke kam, sofort Sorge hatte, ich bringe mich selber in den Knast, indem ich gegen alles mögliche verstoße. GsD sitze ich immer noch hier und nicht hinter schwedischen Gardinen aber ich habe lernen müssen. Und unterm Strich bin ich dem Herrn (der das Ganze übrigens in richtig großem Stil betreibt) sogar dankbar, denn er hat mich sensibilisiert.

Noch mehr Lehrgeld ? Nein Danke !

Als ich an diese Lektion zurück dachte und wie professionell das abging, kam mir der nächste Gedanke: wieso sollte der sich nicht mit nem Anwalt zusammentun und ab dem 25.05. schauen die beiden mal, von wem eh schon Adressen und Zahlungen vorliegen, da kann man doch bestimmt noch mal in Sachen DSGVO nachhaken. Und ganz ehrlich ? Wenn man etwas finden möchte, dann findet man es. Eine Abmahnung zu schreiben, dauert keine fünf Minuten und nein, ich habe keine Lust, dann auch einen Anwalt zu nehmen oder direkt zu zahlen, weil ich nicht mehr bereit bin, Geld dafür auszugeben.

Ich habe keinen Cent mit dem Blog verdient. Alles, was ich bisher stattdessen dafür ausgegeben habe (monatliche Hosting Gebühr, Webinare, neues Theme, Fotokurs etc.) habe ich gerne investiert. Aber irgendwann ist Schluss.

In diversen Facebook Gruppen predigen sie, man soll auf keinen Fall den Blog schliessen, Ruhe bewahren, abwarten, was passiert usw. Der Meinung war ich erst auch. Aber dann hat ein netter Mensch mal über meinen Blog geschaut, was ich denn noch alles ändern müsste und da wurde mir ganz anders. Vielleicht würde ich das alles schaffen – irgendwie (mal wieder). Aber ich müsste richtig viel weitere Zeit investieren – versuchen, mich einzulesen, irgendwie (mal wieder) machen mit ganz viel Mut zur Lücke (mal wieder) und nein, diese Zeit ist mir schlicht und ergreifend zu Schade und das ist es mir nicht mehr wert. Egal, was und wieviel ich mache: es bleibt dabei – ich habe keine Ahnung von dem Zeug und werde es niemals komplett richtig machen können. Ist man nun ein kühler Kopf, ist das schön und dann passt es aber meine Bedenken sind größer als mein Wille, da weiterzumachen und zu hoffen “passt schon irgendwie (mal wieder)”.

Schon länger störte es mich, dass ich einfach keine Ahnung von dem ganzen technischen Know How habe, was man für einen Blog einfach haben sollte. Immer öfter kam die Frage für mich: will ich weitermachen ? Zeit investieren, die ich im Grunde gar nicht habe ? Allein einen Blogbeitrag online zu stellen, dauert einige Stunden: ok – kochen, backen, kann man nicht zählen, das muss man eh immer, wenn man essen möchte. Dann aber die Zeit fürs Notieren der Mengen, der Koch- und Backzeit, das Fotografieren, Arrangieren, Bearbeiten, Beitrag schreiben usw. Da gehen einige Stunden ins Land. Und dazu dann noch Zeit für die Technik, die mir ja eh keinen Spaß macht und in die ich mich jetzt mehr denn je reinknien müsste ? Jedes Mal mehr habe ich mir die Frage mit “nein” beantwortet. Und diese Antwort wird nun umgesetzt. Es fühlt sich noch nicht wirklich gut an aber richtig.

Wie geht es weiter ? Geht es weiter ?

Gute Frage. Mit dem Blog auf jeden Fall schon mal nicht. Aber das ändert ja nichts an meiner Leidenschaft fürs Kochen, Backen oder der zuckerfreien Ernährung. Vielleicht poste ich auf Facebook oder Instagram mal was, wenn mir etwas besonders gut geschmeckt hat und ich der Meinung bin, Ihr müsst das unbedingt erfahren 😉

Reiseberichte mit dem Wohnmobil werde ich evtl. in entsprechenden Foren veröffentlichen. Wir selber haben durch solche Berichte schon viele tolle Ziele für uns entdeckt und so kann ich dann endlich auch mal etwas zurück geben.

Wenn Ihr also evtl. ein Rezept habt, was Euch besonders gut gefällt, dann druckt es Euch aus. Das werde ich mit den ganzen Berichten aus “Jade´s Welt” auch tun- bzw. sie auf dem Computer speichern, damit sie mir nicht verloren gehen.

Zum Schluss möchte ich Euch Danke sagen: jedem Einzelnen. Danke für jeden Kommentar, für jedes Lesen, für Eure Unterstützung, Eure Hilfe und einfach für Euer Sein. Ich wollte Euch eigentlich beim Namen nennen (ob nun Blogger oder Leser), merke aber grad, es sind in den zwei Jahren richtig viele zusammen gekommen. Wow ! Man sollte öfter mal reflektieren – dann merkt man, wie dankbar man sein kann und das nichts und niemand selbstverständlich ist.

Eine liebe Freundin (sie wird gleich wissen, wen ich meine 😉 ) hat mir gestern Abend noch geschrieben “höre auf Deinen Bauch und Dein Herz”. Besser kann man es nicht sagen.

Aber ohne Rezept kommt Ihr aus der Nummer hier nicht raus – da habe ich letztens die Fotos gemacht und das Gericht ist so lecker, dass es unbedingt noch mit auf den Weg muss.

Nudeln mit grünem Spargel

Ich habe es von dem tollen Blog “Half baked Harvest” übernommen und abgewandelt.

Rezept für Nudeln mit grünem Spargel (für 2 Personen):

Zutaten:

  • 200 Gramm Vollkornspaghetti
  • ca. 8 Scheiben Bacon
  • 1 Bund grüner Spargel, die Enden, wenn sie holzig sind, abschneiden und den Spargel in ca. 2 cm große Stücke schneiden
  • Bärlauchpesto oder Pesto nach Wahl (ca. 2-3 EL)
  • Saft von einer Limette oder Zitrone
  • Parmesan

Zubereitung:

Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen; ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Bacon Scheiben darauf verteilen. Im heissen Ofen so lange bräunen, bis der Bacon richtig dunkel und knusprig ist. Alternativ den Bacon in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten.

Während der Bacon im Ofen bräunt, Nudelwasser aufsetzen, die Nudeln samt der Spargelstücke ins kochende Wasser geben und alles bissfest kochen (dauert ca. 10 Minuten).

Nudeln und Spargel abschütten und eine Tasse des Wassers auffangen. Direkt unter die warmen Nudeln und dem Spargel das Pesto rühren und so viel von dem Nudelwasser hinzu geben, dass alles schön saftig ist. Zitronen/Limettensaft darüber träufeln.

Alles gut vermischen, portionsweise auf Tellern anrichten und mit dem knusprigen Bacon und frisch gehobeltem Parmesan garnieren.

Nudeln mit grünem Spargel

Hier im Pott- im Kohlenpott, im Ruhrpott – meiner Heimat (auf die ich übrigens sehr stolz bin – habe ich das schon mal erwähnt ?) ist man ja kein Freund der ausschweifenden Sätze – lieber kurz und bündig:

“Wie is ?”

“Muss”

“Und sonst ?”

“Auch”.

Da sagt man nicht “Soooo, ich werde mich dann nun einmal höflichst verabschieden”- da sacht man schlicht und ergreifend “So – Schicht im Schacht !”

Alles Liebe Euch und irgendwie, irgendwo sieht/liest man sich wieder. Das ist einfach so. So !

Eure Stephie

 

 

3 Kommentare

  1. ist hier im Norden nicht anders .. “muss ja” – “mach es gut” und “Tschüss”.

    Diese kurzen knappen Worte beinhalten aber so viel mehr: nachdem ich dir einen tiefen Einblick in mein Seelenleben gegeben habe (“muss ja” = hey, alles wunderbar und prima) wünsche ich dir nur das Allerbeste und für alle neuen Schandtaten viel Glück und Erfolg (=mach es gut) und mit dem “Tschüss” umarme und drücke ich dich fest und werde dich weiter begleiten und darauf achten, dass “Bauch und Herz” bei einander bleiben.

    Liebste Stephie: sehr mutige Entscheidung! Und ich hoffe irgendwo weiter deine Rezepte zu finden.
    “Tschüss”

  2. Elke sagt

    tschüss u zum Glück geht man nie so ganz 😉

    Merke selber in der letzten Zeit das es wichtig ist bei sich zu bleiben. Ich würde mich freuen weiterhin deine Bilder/Rezepte u auch den einen oder anderen Reisebericht u Story´s von Jade zu lesen – aber man könnte auch sagen … “man sieht sich immer zweimal”
    Ich wünsche Dir alles Gute – herzliche Grüße Elke

  3. Hoi Stephie,
    ich gucke gerade mal wieder bei dir vorbei und bin ganz erschrocken, traurig aber voller Verständnis.
    Dein Blog ist so wundervoll und ich werde ihn sehr vermissen. Ganz lieben Dank für all die tollen Rezepte ( Schitte, ich bin erst Dienstag wieder in Bochum und muss ganz viel drucken) und die perfekten Fotos (boahhh). Daneben habe ich es sehr genossen, auf diesem Wege von euren Reiseaktivitäten zu hörensehn…
    Es hat halt alles seine Zeit und wo du die hergeholt hast zur Pflege deines Blogs ist mir eh ein Rätsel.
    Danke nochmal und hoffendlich bis bald!

    Liebe Grüße
    Bettina aus Zeeland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.