Brot und Brötchen, Rezepte
Kommentare 9

Selbstgemachtes Knäckebrot

Knäckebrot

[Werbung wegen Blogverlinkungen und Café-Empfehlung] – An was erinnert Euch das Wort “Knäckebrot” ? Mich persönlich an so Beschreibungen wie: (staub)trocken, dröge, Diät, laff,… – kurz gesagt: an nix Gutes. Mein Liebling, wenn es denn unbedingt Knäckebrot sein musste, war immer das mit Sesam. Das hatte dicke Scheiben und war durch die Sesamkörner auch noch ansatzweise saftig und mit Geschmack.

So viel zu meiner Knäckebrot-Vergangenheit. Dann kam Birgit. Nein, das ist keine neue Knäckebrot-Sorte ! Birgit ist die Besitzerin vom Café Artempause in Haltern am See und macht unfassbar leckere Sachen mit wenig Zucker (!) und viel Geschmack. U.a. backt sie ihr Knäckebrot selber und das hat mein dröges Knäckebrot-Weltbild aus den Fugen gehaun. Lieb, wie sie ist, hat Birgit mir ihr Rezept anvertraut und ich habe eifrig nachgebacken.

Knäckebrot

Man lernt ja nie aus

Und dabei zum ersten Mal festgestellt: es gibt Backpapier und es gibt Backpapier, was seinen Sinn und Zweck auch erfüllt. Ganz ehrlich ? Ich wusste gar nicht, dass es da Unterschiede gibt. Mein erster Knäckebrot-Versuch war sehr frustrierend: egal, wie lange ich es im Ofen gelassen habe – ich bekam es vor allem in der Mitte nicht gut vom Papier gelöst und hatte “lecker” Papier mit an den einzelnen Broten kleben. Ich habe dann eins mit Antihaftbeschichtung gekauft und siehe da: kein Problem ! Klare Empfehlung also.

Knäckebrot

Zu den Zutaten: ich habe alternativ auch schon 50 Gramm Sonnenblumenkerne und 50 Gramm Kürbiskerne genommen (ich liebe ja Kürbiskerne !). Und was bestimmt auch mega lecker ist: obendrauf noch etwas geriebenen Käse streuen, wenn die Masse auf dem Backblech verteilt ist ! Das dann als kleine Cracker abends bei einem Glas Wein…*omnomnom*

Hier kommt aber erst einmal das (Basis)Rezept:

Zutaten für 2 Bleche:

  • 120 Gramm Dinkelmehl Typ 630
  • 120 Gramm Haferflocken
  • 100 Gramm Sonnenblumenkerne
  • 50 Gramm Sesam
  • 50 Gramm Leinsamen
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 ml warmes Wasser

Zubereitung:

Alle Zutaten miteinander vermischen und am besten über Nacht quellen lassen (nicht wundern, die Masse ist relativ flüssig – das muss so !)

Am nächsten Tag zwei Backbleche mit Antihaft-Backpapier auslegen und jeweils die Hälfte der Masse auf einem Blech verteilen (ich habe das mit einem Schlesinger- also so nem Teigschaber –  gemacht). Wenn die Masse zu sehr an dem Teigschaber haftet, den Schaber immer wieder etwas nass machen.

In der Zeit den Ofen bei Umluft auf 150 Grad vorheizen.

Wichtig: schaut nach dem Verteilen, ob Ihr irgendwo Löcher im Teig habt ! Die kann man gut mit einem kleinen Löffel (immer wieder etwas nass machen) mit der Löffelrückseite beseitigen:

Knäckebrot

Die Bleche für 10 Minuten in den Ofen geben. Heraus nehmen und in Rechtecke schneiden (geht besonders gut mit einem Pizzaschneider).

Wieder in den Ofen geben und noch ca. 45 Minuten backen.

Jetzt wird es etwas tricky: wenn sich die Scheiben nach den 45 Minuten nicht gut vom Backpapier lösen lassen, noch weitere 10 Minuten backen und noch einmal probieren, ob sie sich lösen.

Anmerkung: ich habe auch schon nur die Hälfte der Masse gemacht (also nur ein Blech und dann bei Ober-/Unterhitze 150 Grad. Dann werden die Scheiben brauner !

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

Super lecker mit Kräuterbutter, gesalzener Butter, einfach so zum Knabbern und als Hundecracker (ja ! Jade fährt da voll drauf ab !!)

Knäckebrot

Und da wir ja bereits wieder den ersten Sonntag im Monat haben, gibt es eine neue Runde “Lecker für jeden Tag”; das Motto heute “Brot und Brötchen”.

Was meine lieben Bloggerkollegen alle noch gezaubert haben, findet Ihr hier:

Alles Liebe und einen schönen Sonntag,

Stephie

9 Kommentare

  1. Ich habe im Büro immer eine kleine Vorratsdose mit Knäckebrot, denn wenn ich keine Pause machen kann, oder nichts zum Essen mit habe, knabbere ich mal ein oder zwei Stück. Aber du hast völlig recht, Knäckebrot ist nicht Knäckebrot und deines werde ich definitiv nachbacken – ES SIEHT SO KÖSTLICH AUS *.*
    lG
    Christina

  2. Liebe Stephie, dein Knäckebrot sieht einfach super aus. Leider habe ich mit Knäckebrot selber backen noch keine so guten Erfahrungen gemacht. (Ich sag nur Gummibrot). Da ich es aber ganz gerne esse, werde ich mal dein Rezept ausprobieren. Liebe Grüße Silke

  3. Liebe Stephie,
    Hub ab! Knäckebrot gehört ja, sagen wir mal, nicht zu den optischen Highlights unter den Broten. Aber deine Bilder – erste Sahne!
    Offenbar haben wir auch die gleiche “Knäckebrot”-Vergangenheit, eindeutig war Sesam der Favorit.
    Obwohl ich ja viele schwedische Rezepte backe, Knäcke war bisher noch nicht dabei. Das wird sich aber bestimmt bald ändern.
    Liebe Grüße
    Tina

  4. Hallo Stephie,
    Deine Fotos sind wieder mal klasse. Die machen richtig Appetit auf das Knäckebrot und das Rezept auszuprobieren. Vielen Dank auch für die Tipps und liebe Grüße von Süd nach Nord.

  5. Ach wie cool, das ist ja mal n geniales Rezept. Ich hatte auch schon mal Knäckebrot gemacht und habe eins zu eins das selbe Problem mit dem Backpapier gehabt wie du… jetzt weiß ich wenigstens, dass es nicht an meinem Rezept lag, das Zeug ohne Papier dran hat nämlich auch echt gut geschmeckt ^^
    Liebe Grüße
    Elsa ♥

  6. Ich liebe Knäckebrot! Danke für das super Rezept!
    Ich habe es auch schon ein paar Mal gebacken, auf einer Silikon-Backmatte. Da klebt nix fest!
    Super schöne Fotos!!!
    Viele Grüße, Izabella

  7. Pingback: Das einfache Kartoffelbrot – Wirklich das Brot der Armen? - Haus und Beet

  8. Liebe Stephie, dein Rezept klingt einfach köstlich. Ich bin ein großer Fan von Knäckebrot und habe es auch schon selbst gebacken. Deine Variante werde ich definitiv ausprobieren. Liebe Grüße, Frances 🙂

  9. Pingback: {Brot&Brötchen} Schnelles Wolkenbrot • Einfach Elsa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.